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Sobald man der subjektiven oder so genannten sentimentalen
Poesie mit der objektiven, darstellenden, gleiche Rechte verlieh, wie
es denn auch wohl nicht anders sein konnte, weil man sonst die
moderne Poesie ganz hätte ablehnen müssen, so war vorauszusehen,
dass, wenn auch wahrhafte poetische Genies geboren werden sollten,
sie doch immer mehr das Gemütliche des innern Lebens als das
Allgemeine des großen Weltlebens darstellen würden. Dieses ist nun in
dem Grade eingetroffen, dass es eine Poesie ohne Tropen gibt, der man
doch keineswegs allen Beifall versagen kann.
-- Goethe, Maximen und Reflexionen, Nr. 394
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